Ecovacs Deebot 710: Praxistest

Mit einem Druck auf den Startknopf ließen wir den Ecovacs Deebot 710 im Automodus seine Testdurchläufe starten. Im mehrwöchigen Testzeitraum musste er sich durch eine 4-Zimmer-Wohnung mit typischer Einrichtung kämpfen. Diese bestand unteranderem aus glatten Böden, Teppichen, Türschwellen, Stühlen, Tischen, Wandkommoden und einem Bett sowie am Boden herumliegenden Gegenständen (Schuhe, Plüschtiere) und Kabeln.

Ecovacs Deebot 710 im Test: Smarte Navigation mit Kamera und Infrarotsensoren.

Der Ecovacs Deebot 710 navigiert mit Kamera und Infrarotsensoren. (Bildquelle: Ecovacs)

Der Deebot 710 orientierte sich dabei recht zuverlässig mit seinen Infrarotkollisionssensoren und seiner Kamera im Raum. Wie die meisten höherwertigen Staubsaugerroboter erstellt er beim reinigen eine virtuelle Raumkarte, an der er sich zukünftig orientiert. Im Test fuhr er jeden Raum systematisch ab, wich dabei Hindernissen möbelfreundlich aus und machte sich dann auf in den nächsten Raum. Die ca. 10 mm hohen Türschwellen waren dabei genauso wenig ein Problem, wie der Wechsel vom Parkett auf einen Teppich. Das Vorankommen erleichtern ihm seine zwei gezahnten Räder aus halbhartem Gummi. Dank seiner geringen Höhe von nur 8,1 cm saugte er auch problemlos unter unseren Billy-Regalen, dem TV-Rack und dem Bett. Lediglich in ein paar freiliegenden, dünnen Kabeln verhedderte sich der Deebot 710. Hier mussten wir ihm dann heraushelfen.

Reinigungsleistung

Ecovacs Deebot 710: Mit den gezahnten Rädern bewegt er sich zuverlässig.

Ecovacs Deebot 710: Die große Bürste saugt zuverlässig Dreck ein. (Bildquelle: Smart Home AREA)

Für einen Saugroboter macht der Deebot 710 einen ziemlich guten Job. Mit seiner auf der Unterseite mittig angeordneten, 14 cm breiten Bürstenrolle und den zwei seitlichen Bürsten am vorderen Rand reinigt er Hartböden und Teppiche recht gründlich. Dabei lässt er sich aber etwas Zeit. Für ein größeres Zimmer mit ca. 25 m² benötigte der Staubsaugerroboter im Schnitt 35 Minuten. Der angesammelte Dreck landet im 0,52 Liter fassenden Austauschbehälter. Die beim Reinigen angesaugte Luft wird erst durch einen problemlos auswechselbaren Feinstaubfilter gejagt, bevor der Deebot 710 sie wieder in die Umgebung bläst. Der Geräuschpegel beim Staubsaugen hält sich in Grenzen. Ecovacs gibt ihn mit 65 db an, was in etwa einem TV in Zimmerlautstärke entspricht. Subjektiv ist der Ecovacs Deebot 710 wesentlich leiser, als herkömmliche Staubsauger.

Betriebszeit

Der integrierte Lithium-Ionen-Akku mit 2.600 mAh soll Energie für 110 Minuten liefern. In der Praxis liegt der Durchschnittswert bei rund 100 Minuten. Das reicht, um eine typische Single-Wohnung zwischen 50 und 60 m² mit einer Akku-Ladung zu reinigen. Geht der Akku während eines Reinigungsvorgangs zur Neige, fährt der Ecovacs Deebot 710 automatisch zu seiner Ladestation zurück. Das klappte jedes Mal. Zum Laden benötigt er aber mit rund vier Stunden ziemlich lange. Wer also eine große Wohnung mit ihm putzen will, muss gegebenenfalls etwas Geduld aufbringen.

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