Samsung stellte auf der IFA 2015 zwei neue Gadgets für das Smart home vor. Während das diskusförmige SleepSense Ihr Schlafverhalten misst und analysiert, dient der SmartThings Hub als Netzwerkzentrale für passende Geräte aus dem Bereich der Internet der Dinge IoT.

Samsung SmartThings Hub: Funkt mit Z-Wave, ZigBee und WLAN

Ganz so neu ist der SmartThings Hub allerdings nicht. Er war bereits vor gut einem Jahr angekündigt. Samsung zögerte aus ungenannten Gründen die Markteinführung immer wieder hinaus. In den USA ist der SmartThings Hub für rund 100 US-Dollar bereits erhältlich. Der Startschuss für Europäer fällt Mitte September in Großbritannien. Festlandeuropäer sollen den SmartThings Hub aber erst Anfang 2016 kaufen können.

Mit dem Samsung SmartThings Hub dürfen sich Geräte via Z-Wave und ZigBee sowie herkömmlichem WLAN vernetzen.

Mit dem Samsung SmartThings Hub dürfen sich Geräte via Z-Wave und ZigBee sowie herkömmlichem WLAN vernetzen. (Bildquelle: Samsung)

Wie der Name es schon andeutet, dient der Samsung SmartThings Hub als Netzwerkzentrale für diverse Geräte in Ihrem Smart home. Vernetzen dürfen sich Geräte mit den Funkschnittstellen Z-Wave und ZigBee sowie herkömmlichem WLAN. Laut Samsung sind bereits 200 Geräte auf der Kompatibilitätsliste, die bekannte Namen wie Bose, D-Link, Fibaro und Sonos enthält. Samsung selbst bietet bereits eine Reihe von Aktoren und Sensoren wie eine Steckdose, eine Kamera, einen Bewegungsmelder und einen Feuchtigkeitssensor. Kompatible Geräte erkennen Smart-home-Anwender am Aufdruck „Works with SmartThings“. Eine außergewöhnliche Partnerschaft geht Samsung mit BMW ein. Bei entsprechend vernetzten Fahrzeugen von BMW werden Nachrichten vom SmartThings Hub bzw. den angeschlossenen Geräten ins Display eingeblendet. Was genau im SmartThings Hub steckt, verriet Samsung bis auf ein Detail nicht. In der kompakten Kiste steckt ein Akku, der bis zu 10 Stunden ausreichen soll.

Samsung SleepSense: Gadget für die Schlafanalyse und Gerätesteuerung

SleepSense erkennt, ob Sie schlafen, und misst daraufhin Herzschlag, Lungenaktivität und Puls sowie die Länge und Qualität der Schlafphasen.

SleepSense erkennt, ob Sie schlafen, und misst daraufhin Herzschlag, Lungenaktivität und Puls sowie die Länge und Qualität der Schlafphasen. (Bildquelle: Samsung)

Das Samsung SleepSense dient primär der Aufzeichnung Ihres Schlafverhalten. Aber keine Angst. Im Gegensatz zu vielen anderen Schlafanalysegeräten müssen Sie keine zusätzlichen Sensoren an sich befestigen, sondern lediglich die gut einen Zentimeter dünne Scheibe unter die Matratze legen. SleepSense erkennt, ob Sie schlafen, und misst daraufhin Herzschlag, Lungenaktivität und Puls sowie die Länge und Qualität der Schlafphasen. Laut Samsung liegt die Zuverlässigkeitsrate bei 97 %. Die gesammelten Daten schickt die schlaue Scheibe an das Smartphone des Schlafenden. Ist er erwacht, kann er sich dann in einer Statistik die Schlafwertung ansehen. Sie informiert zum Beispiel über die Schlafzeit und -effizienz, die Länge der einzelnen Schlafphasen (REM, Tiefschlaf) und wie oft Sie wach geworden sind.

Das ist aber noch nicht alles. Wer mag, verknüpft SleepSense mit verschiedenen smarten Geräten im Haushalt und nutzt es als Auslöser (Trigger). In einer Demonstration zeigte Samsung auf der IFA, wie SleepSense nach dem Einschlafen den TV und das Licht aus- und eine Minute nach dem Aufwachen wieder einschaltete. Auch die Kaffemaschine und die Heizungsregelung lassen sich mit SleepSense verknüpfen. Für flexible Menschen bietet SleepSense eine Smart-Alarm-Funktion, die einen zur optimalen Aufwachzeit weckt. Wann, wo und zu welchem Preis Samsung Sleep Sense auf den Markt kommt, steht noch nicht fest.

Mehr Informationen Samsung Sleep Sense gibt’s auf der Produktseite von Samsung.

Einschätzung

Mit SleepSense und SmartThings Hub steigt Samsung zwar etwas spät ins Smart-home-Geschäft beziehungsweise ins Thema „Internet der Dinge“ (IoT) ein. Doch dafür haben die Koreaner einen riesigen Vorteil: ein riesiges Smart-home-Ökosystem. Denn aus Samsungs Fabriken kommt eine Vielzahl an Smart-home-Geräten: TVs, Smartphones, Smartwatches, Küchengeräte, Klimaanlagen und noch vieles mehr. Vorausgesetzt, sie sind netzwerkfähig, lassen sich diese Geräte mit dem SmartThings Hub und vielleicht auch mit dem Sleep Sense verbinden. Apple, Amazon, Google & Co. haben in dem Punkt nichts zu bieten.

Samsung Sleep Sense sieht vor allem im Bezug auf die Vernetzbarkeit und als Trigger für diverse Aktionen sehr interessant aus. Denn wer nur seinen Schlaf vermessen will, kann das heute schon mit seinem Smartphone, Körpersensoren und diversen Apps für wenig Geld tun. Wir hoffen, dass Samsung nicht so lange mit dem Marktstart wartet, wie beim Hub. Denn auf die SmartSense-Zusatzfunktionen könnten andere Hersteller ebenso kommen.

Samsung SleepSense und SmartThings Hub: gesünder schlafen, besser vernetzt
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