Besucher von Apples Entwicklerkonferenz WWDC konnten gestern der Vorstellung des Apple Homepod beiwohnen – Apples erstem smarten Lautsprecher. Wie bereits bei Amazon Echo und Google Home ist der Apple Homepod aber viel mehr, als nur ein WLAN-Lautsprecher.

Apple Homepod: Das steckt drin

Beim Apple Homepod sind Hochtöner und Mikrofone in einer 360-Grad-Anordnung um die Mitte platziert.

Beim Apple Homepod sind Hochtöner und Mikrofone in einer 360-Grad-Anordnung um die Mitte platziert. (Bildquelle: Apple)

Den etwa 18 x 15 cm (H x B) großen und 2,5 Kilogramm schweren WLAN-Lautsprecher umspannt fast rundum ein grauer oder schwarzer Stoff. Dadurch fällt der zylindrische WLAN-Lautsprecher kaum als technisches Geräte in der Wohnlandschaft auf. In der Mitte des Deckels befinden sich farbige LEDs, die die Aktivität der Sprachassistenz Siri anzeigen. Drumherum arrangierte Apple Touch-Bedienelemente. Im Innern befinden sich ein Subwoofer, sieben Hochtöner und sechs Mikrofone – alle in einer 360-Grad-Anordnung um die Mitte des Homepod. Die Verbindung ins Apple-Homekit-System und Ihr Smart-Home-Netzwerk stellt der Apple Homepod über WLAN (802.11a/b/g/n/ac, MIMO) und her. Ein Apple-A8-Prozessor verarbeitet die WLAN- und Audio-Signale und kümmert sich um die Audiowiedergabe.

Apple Homepod: Mehr WLAN-Lautsprecher als Smart-Home-Zentrale

Apple betonte in der Homepod-Präsentation deutlich mehr die WLAN-Lautsprechereigenschaften, als die als Smart-Home-Zentrale für das HomeKit-System. Ähnlich wie bei den Multiroom-Lautsprechern von Sonos vermisst der Homepod den Raum und stimmt mit diesen Informationen den Klang ab. Wer mag, kann auch zwei Apple Homepods zusammenschalten und den Klang synchronisieren. Zusammen mit einer Bassoptimierungs-Software soll die Musikwiedergabe dadurch nahezu verzerrungsfrei sein.

Den etwa 18 x 15 cm (H x B) großen und 2,5 Kilogramm schweren Apple Homepod umspannt fast rundum ein grauer oder schwarzer Stoff.

Den etwa 18 x 15 cm (H x B) großen und 2,5 Kilogramm schweren Apple Homepod umspannt fast rundum ein grauer oder schwarzer Stoff. (Bildquelle: Apple)

Ähnlich wie Amazon Echo und Google Home versteht der Apple Homepod Sprachkommandos. In seinem Falle hat Apple Siri ein paar neue Sprachkommandos beigebracht, die wie üblich mit „Hey Siri“ beginnen. Beispielsweise verschickt Siri iMessage-Nachrichten, steuert Homekit-Geräte, liest tagesaktuelle Nachrichten vor und empfiehlt selbstständig Musik auf Basis des Apple-Music-Accounts des Besitzers. Auch Fragen zum gerade abgespielten Lied beantwortet Siri.

Apple Homepod: Preis und Verfügbarkeit

Der Apple Homepod kommt erst im Dezember 2017 in Australien, Großbritannien und USA zum Preis von rund 350 Euro auf den Markt. Der Verkaufsstart in anderen Ländern wie zum Beispiel Deutschland soll Anfang 2018 sein. Da Apple in der Regeln den Dollar-Preis eins zu eins in Euro umsetzt, wird der Homepod sehr wahrscheinlich rund 350 Euro kosten.

Einschätzung

Apple kommt (mal wieder) spät zur Party. Denn vor allem Amazon beherrscht bereits jetzt den Bereich der sprachgesteuerten Smart-Home-Zentralen. Amazon Echo ist in deutlich mehr Ländern als Apple Homepod und Google Home verfügbar und kann zudem über 10.000 Skills bieten. Apples Homepod bietet dagegen nichts Neues und muss diesen Vorsprung erst mal aufholen, was angesichts der extrem strengen Homekit-Geräte-Zulassungspolitik sehr schwerfallen wird. Außerdem ist Apple Homepod sehr teuer und legt sich zudem mit Platzhirschen wie Sonos, Raumfeld, Denon und Yamaha Yamaha an. Die haben in Sachen Audio-Streaming und Multiroom-Soundsysteme weitaus mehr Erfahrung auf diesem Gebiet als Apple und bereits ihre System etabliert haben.

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