Google Pixel 3 XL: Neue Fotofunktionen

Wie fast jeder Smartphone-Hersteller packt auch Google ein paar ganz spezielle Fotofunktionen in sein neues Smartphone-Flaggschiff. Wir gehen auf die fünf wichtigsten und interessantesten ein.

Fixierter Fokus

Wohl eine der nützlichsten neuen Fotofunktionen beim Google Pixel 3 XL ist der fixierte Fokus. Sie können ihn sowohl bei der Haupt- als auch Frontkamera, bei Video- und Fotoaufnahmen anwenden. Er sorgt dafür, dass der Fokus immer auf Ihrem anvisierten Motiv und es somit immer scharf bleibt. Dabei spielt es keine Rolle, ob zum Beispiel ein anvisiertes Kind im Bildausschnitt herumtollt oder Sie sich bewegen, um den besten Hintergrund für die Szene zu finden. Im Test funktionierte der fixierte Fokus immer und wir werden wohl nie wieder ohne ihn Fotos machen. Dafür ist er einfach zu praktisch.

Playground (AR-Sticker)

Für verspielte Zeitgenossen steht beim Google Pixel 3 XL die Playground-Funktion zur Verfügung. Sie hieß früher AR-Sticker und blendet animierte Comic-Figuren und Sticker ins Sichtfeld ein. Machen Sie dann ein Foto oder Video, ist zum Beispiel, Iron Man der Hulk, ein Stormtrooper aus Star Wars oder alle drei mit drauf. Beeindruckend: Im Test interagierten die Figuren miteinander und reagierten sogar auf unsere Grimassen, was zu ganz lustigen Ergebnissen führen kann. An der Bedienung hakt es allerdings noch, denn um die Figuren in die richtigen Position und Größe zu bekommen, braucht es etwas Geduld.

 

Top-Foto

Wer oft Fotos von Tieren, kleinen Kindern und Action-Fotos macht, wird um die Top-Foto-Funktion froh sein. Bei aktivierter Motion-Funktion nimmt das Pixel 3 XL immer ein paar Fotos kurz vor und nach dem Druck auf den Auslöser auf. Die KI analysiert anschließend die Fotoserie und schlägt Ihnen das beste Foto vor. Als Auswahlkriterien verwendet sie dabei zum Beispiel die Bildschärfe, den Ausdruck der Augen, den Gesichtsausdruck und vieles mehr. Im Test funktionierte Top-Foto meist überraschend gut. Falls der erste Vorschlag uns doch nicht gefiel, konnten wir mit einem Swipe nach oben die ganze Fotoserie sehen und unsere eigene Wahl treffen. Allerdings durften wir nur die von Google empfohlenen Bilder in der höchsten Bildqualität speichern, die anderen nur in niedriger.

Super-Resolution-Zoom

Mit dem Super-Resolution-Zoom will Pixel 3 XL das fehlende zweite Hauptobjektiv bzw. einen optischen Zoom via Linse ausgleichen. Der Trick dabei nennt sich Pixel Shift: Das Google-Smartphone nutzt dabei das leichte Zittern der Hände. Es nimmt kurz hintereinander mehrere, um einen halben Pixel verschobene Bilder auf, woraus die KI schärfere Bilder errechnet. Was Google aus diesem digitalen Zoom herausholt, ist zwar bis zur dritten Zoomstufe beeindruckend und verwertbar, in der vierten und fünften werden die Aufnahmen aber zu unscharf. Hier kann Super-Resolution-Zoom mit einem optischen Zoom nicht mithalten.

 

Fotobox

Im Fotobox-Modus macht das Google Pixel 3 XL Selfies, ohne dass Sie etwas einstellen oder den Auslöser zum richtigen Zeitpunkt drücken – eben wie in einer Fotobox. Parameter wie die Lichtverhältnisse usw. stellt es selbst ein. Es wartet auf den Moment, indem Sie Lächeln, eine Grimasse schneiden oder Posen und macht dann ein Foto. Dank KI-Unterstützung funktionierte dies im Test zwar so gut wie immer. Die Frage ist aber eher, wie nützlich der Fotobox-Modus ist. Denn für ein Selfie auf den Auslöser zu drücken, dürfte ein Smartphone-Anwender gerade noch hinbekommen.

JPEG- und RAW-Dateien speichern

Wer seine Aufnahmen gerne am Computer nachbearbeitet, benötigt für ideale Ergebnisse Bilder im sogenannten RAW-Format. Die Foto-App im Google Pixel 3 XL erlaubt Ihnen jetzt Bilder im platzsparenden JPEG-Format und gleichzeitig im großen aber reichhaltigen RAW-Format (DNG-Datei) zu speichern. Profi-Fotografen müssen sich also nicht mehr entscheiden.

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