Google Pixel 2 und Google Pixel 2 XL: HDR- und Porträt-Modus

Sahnehäubchen sind der automatische HDR- (High Dynamic Range) und der neue Porträtmodus. Ersterer, Google nennt ihn sogar HDR+, verbessert die Bilddynamik. Dadurch erhalten Sie lebendigere bzw. detailreichere Fotos. Ein Algorithmus errechnet aus bis zu zehn kurz hintereinander aufgenommenen Fotos das HDR-Bild. Dabei setzt er den HDR-Effekt recht behutsam ein, sodaß Fotos nie den übertriebenen dramatisch wirkenden HDR-Fotos gleichen, wie man sie häufig sieht.

Den Porträtmodus (funktioniert mit Front- und Hauptkamera) des Google Pixel 2 und Google Pixel 2 XL werden Sie garantiert öfters einsetzen, denn damit gelingen Fotos mit Bokeh-Effekt d.h. mit Tiefenschärfeeffekt. Im Porträtmodus setzt die Kamera einen Menschen bzw. ein Objekt auffällig in den Vordergrund, während der Hintergrund absichtlich unscharf ist. Wie sehr, lässt sich leider nicht beeinflussen. Wir hoffen, dass Google mit späteren Updates dem Anwender hier mehr Möglichkeiten gibt.

Damit diese Erkennung automatisch funktioniert, setzt Google nicht auf Hard- sondern Software. Dafür hat Google im Vorfeld die Kameras quasi trainiert. Ein neuronales Netzwerk analysierte Millionen Fotos von Menschen und einzelnen Objekten und diese Erfahrungswerte ließen die Entwickler als Software-Intelligenz in die Aufnahmetechnik einfliesen. In Kombination mit der per Dual-Pixel-Technologie erzeugten Tiefenkarte kann so ein Algorithmus automatisch den Mensch bzw. das Objekt im Vordergrund von seinem Hintergrund trennen. Google wird allerdings nicht der einzige Smartphone-Anbieter bleiben, der Maschienlernen zur Verbesserung seiner Produkte einsetzen. Sogenannten KI-Smartphones (KI = Künstliche Intelligenz) dürften wir in nächster Zeit noch öfters begegnen.

Im großen und Ganzen funktioniert der Porträtmodus ziemlich gut. Manchmal schleichen sich jedoch kleine Fehler in Form von scharf gezeichneten Objekten im Hintergrund, ein. Da er eine reine Software-Bildverbesserung darstellt, kann Google dessen Qualität bzw. die Erkennungsrate noch verbessern.

Die Testbilder 1 – 4 wurden mit der Hauptkamera (Rückseite), Testbild 5 mit der Frontkamera des Google Pixel 2 aufgenommen:

Im direkten Vergleich von Porträt- und Normalmodus sehen Sie sehr gut, den Bokeh-Effekt. Bei Pflanzen und einer Ansammlung von menschenähnlichen Figuren, hat der Algorithmus seine liebe Not (Bild 1 und 2). Auf der anderen Seite erkennt er einzelne Beeren sehr gut und macht den Hintergrund wie gewünscht unscharf. Mein Porträt gelingt perfekt.

Im großen und Ganzen funktioniert der Porträtmodus ziemlich gut. Manchmal schleichen sich jedoch kleine Fehler in Form von scharf gezeichneten Objekten im Hintergrund, ein. Da er eine reine Software-Bildverbesserung darstellt, kann Google dessen Qualität bzw. die Erkennungsrate noch verbessern.

Zur Komplettierung seien noch die weiteren Fotomodi erwähnt. Im Panorama-Modus erzeugen Sie ein Weitwinkelfoto. Während Sie sich um sich selbst drehen, schießt die Foto-App automatisch die Bilder und fügt sie nahtlos zu einem einzigen Foto aneinander. Im Prinzip funktioniert das zwar sehr einfach, das erzeugte Panoramafoto lässt jedoch etwas an Schärfe vermissen. Mit Photo Sphere erzeugen Sie ein 360-Grad-Foto, wobei die Herangehensweise ähnlich wie beim Panorama-Modus ist. Am End erhalten Sie ein einziges Foto, indem Sie sich per Mauszeiger oder Fingerwischen bewegen können. Die Qualität geht in Ordnung, obwohl bei genauerem Hinsehen die einen oder Unstimmigkeiten auffallen.

Im Panorama-Modus fügt die Foto-App des Google Pixel 2 mehrere Fotos zu einem Weitwinkelfoto zusammen. (Bildquelle: Smart Home AREA)

Im Panorama-Modus fügt die Foto-App des Google Pixel 2 mehrere Fotos zu einem Weitwinkelfoto zusammen. (Bildquelle: Smart Home AREA)

Für die junge Zielgruppen sind die Motion-Fotos interessant. Ähnlich wie bei Apples Live-Fotos nimmt die Kamera nach dem Foto ein kurzes Video auf und generiert darauf ein GIF. Das taugt allemal gut als Gimmick, um auf verschiedenen Social-Media-Plattformen für etwas Aufsehen zu sorgen.

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