Google Pixel 2: Gehäusedesign und Verarbeitung

Beginnen wir mit dem kompakteren und günstigeren (ab rund 800 Euro) Google Pixel 2. Für die 64-GByte-Variante müssen Sie rund 800 Euro und für das Google Pixel 2 128 GB knapp 1.050 Euro. Sein 8 Millimeter dünnes Aluminiumgehäuse fühlt sich sehr wertig und kühl an. Drei Farbvarianten stehen zur Wahl: Schwarz (Just Black), Weiß (Clearly White) und Grau (Kinda Blue). Gleiches gilt für die XL-Version. Es liegt gut in der Hand und hat noch eine angenehme Größe, d. h. wenn es eine große Hand hält und der Daumen ungefähr in der Display-Mitte liegt, erreicht er gerade noch die Status Bar. Mit seinen 143 g Gewicht ist es zudem angenehm leicht. Sogar 12 g leichter als das Samsung Galaxy S8, aber dennoch ungefähr gleich groß. Auch den Hosentaschentest besteht das Google Pixel 2. Zumindest in Männerhosentaschen passt es vorne prima hinein. Figurbetonte Frauenjeans beult es dagegen hinten wie vorne aus.

Das Google Pixel 2 gibt es in Schwarz, Weiß und Blau. Durch seine Kompaktheit, dem niedrigen Gewicht und der leicht rauen Oberfläche liegt es sehr gut in der Hand.

Das Google Pixel 2 gibt es in Schwarz, Weiß und Blau. Durch seine Kompaktheit, dem niedrigen Gewicht und der leicht rauen Oberfläche liegt es sehr gut in der Hand. (Bildquelle: Markus Mielek/Google)

Die Gehäuseecken des Google Pixel 2 sind abgerundet und die Kanten abgeschrägt. Damit das Google-Smartphone auch bei feuchten Fingern nicht so leicht aus der Hand rutscht, ist das Gehäuse leicht angeraut. Das gilt aber nur für die Seiten und drei Viertel der Gehäusrückseite. Ein Viertel, und damit der Bereich um die Kamera und den doppelten LED-Blitz, bedeckt Gorilla Glass 5 – genauso wie die komplette Vorderseite. Laut Google ist das Google Pixel 2 gegen das Eindringen von Staub und Wasser geschützt (IP67). In der Praxis soll dies bedeuten, dass es eine halbe Stunde in bis zu 1,5 Meter tiefem Süßwasser schadlos übersteht.

Der Fingerabdrucksensor ist beim Google Pixel 2 und Pixel 2 XL auf der Rückseite besser erreichbar, als früher auf der Vorderseite.

Der Fingerabdrucksensor ist auf der Rückseite besser erreichbar, als früher auf der Vorderseite. (Bildquelle: Smart Home AREA)

Dass Google den Fingerabdrucksensor statt auf der Vorder- im oberen Drittel der Smartphone-Rückseite positioniert hat, mag manchem ungewohnt erscheinen. In der Praxis erweist sich dass jedoch als Segen. Denn statt wie sonst umständlich den Daumen abzuknicken oder sogar die zweite Hand zur Hilfe zu nehmen, um den Fingerabdrucksensor am unteren Rand der Vorderseite zu bedienen, tippen Sie jetzt einfach mit dem Zeigefinger auf den rückseitig positionierten Fingerabdrucksensor. Egal ob Rechts- oder Linkshänder, der Zeigefinger liegt automatisch auf oder neben dem Fingerabdrucksensor – sehr ergonomisch.

Die Vorderseite des Google Pixel 2 nimmt zum Großteil das 5-Zoll-Display ein. Ein daumendicker Rahmen oben und unten (jeweils 1,6 cm) sowie zwei Millimeter an den Seiten grenzen das Display zum Aluminiumgehäuse ab. Im oberen unteren Bereich befinden sich hinter den dünnen Schlitzen die Lautsprecher für den Stereosound und die Frontkamera. In die Gehäuseseiten sind der SIM-Karten-Slot sowie Lautstärke- und Ein-/Ausschalter eingebaut. Der USB-3.1-Typ-C-Port sitzt mittig im unten Gehäuserand.

In der Schrägansicht gut erkennbar: Das Gehäuse des Google Pixel 2 ist leicht aufgeraut und wirkt dadurch matt.

In der Schrägansicht gut erkennbar: Das Gehäuse des Google Pixel 2 ist leicht aufgeraut und wirkt dadurch matt. (Bildquelle: Smart Home AREA)

Google Pixel 2: Kein Kartenleser, kein Kopfhörerausgang

Adapter von USB Typ C auf Klinke zum Anschluss von herkömmlichen Kopfhöreren an das Google Pixel 2 gibt es vielen Herstellern - in diesem Fall von Anskp.

Adapter von USB Typ C auf Klinke zum Anschluss von herkömmlichen Kopfhöreren an das Google Pixel 2 gibt es vielen Herstellern – in diesem Fall von Anskp. (Bildquelle: Anskp)

Wie bereits bekannt, bietet weder das Google Pixel 2 noch die XL-Version einen Kartenleser oder einen klassischen Klinkenausgang für Kopfhörer. Solange Sie im WLAN oder schnellem LTE-Netz sind und eine dicke Datenflatrate haben, ist der fehlende Kartenleser kein Problem. Denn Google-Pixel-2- bzw. XL-Besitzern steht unlimitierter Google-Foto-Speicher zur Verfügung (bis 15.01.2021). Wer dagegen auf dem Land wohnt oder eben einen Handyvertrag mit keinem oder nur kleinen Datenflatrate hat, wäre sicher um einen Kartenleser zur Vergrößerung des internen 64- oder 128-GByte-Speichers froh.

Zur Lösung des Kopfhörerausgangsproblems lag im Testpaket ein USB-3.1-Typ-C-auf-Klinke-Adapter bei. Der kostet aber normalerweise zwischen 7 und 10 Euro extra. Wer keinen USB-3.1-Typ-C-Port an seinem PC oder Notebook hat, um es zum Laden oder der Datenübertragung anzuschließen, muss ebenfalls einen Adapter kaufen. Denn Google liefert nur ein USB-Kabel mit, dass an beiden Enden den Typ-C-Stecker hat. Die Industrie hat sich allerdings schon darauf eingestellt und bietet USB-Typ-C-Adapter in vielen Größen und Formen an. Kostenpunkt: ab rund 7 Euro.

Die Libratone Q Adapt On-Ear MfG links) und Libratone Q Adapt In-Ear USB-C (rechts) passen perfekt zum Google Pixel 2 und Google Pixel 2 XL.

Die Libratone Q Adapt On-Ear MfG links) und Libratone Q Adapt In-Ear USB-C (rechts) passen perfekt zum Google Pixel 2 und Google Pixel 2 XL. (Bildquelle: Libratone)

Außerdem kommen mit den Libratone Q Adapt On-Ear MfG (ab rund 250 Euro) und Libratone Q Adapt In-Ear USB-C (ab rund 150 Euro) Anfang November Kopfhörer auf den Markt, die sowohl einen USB-Typ-C-Port bieten, als auch speziell von Google für die Google Pixel 2 und Pixel 2 XL zertifiziert sind.

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