Google Pixel 2 und Google Pixel 2 XL: Active Edge, Assistant, Lens, Now Playing

Ohne Software- und Dienstespezialitäten wären das Google Pixel 2 und Google Pixel 2 XL nur noch zwei weitere Android-Smartphones unter vielen. Und da das Google auch weiss, haben die beiden Smartphones ein paar richtig praktische und teilweise sogar einzigartige Funktionen eingebaut.

Google Pixel 2: Active Edge (HTC Edge Sense)

Google Active Edge: Einfach das Google Pixel 2 an den Seiten drücken startet den Google Assistant. (Bildquelle: Smart Home AREA)

Google Active Edge: Einfach das Google Pixel 2 an den Seiten drücken startet den Google Assistant. (Bildquelle: Smart Home AREA)

Das Google Pixel 2 möchte gedrückt werden. Ja, richtig, gelesen: drücken. Genauer gesagt, wenn Sie die Seiten der unteren Hälfte des Pixel 2 gleichzeitig drücken, startet der Google Assistant. Wie sehr Sie drücken müssen, lässt sich einstellen. Diese schnelle Alternative zum Sprachkommando „Ok Google“ war uns besonders dann lieber, wenn wir während des Tests in der Öffentlichkeit unterwegs waren. Das vermeidet verwirrte Blicke umstehender Personen. Active Edge stammt eigentlich von HTC und heißt dort Edge Sense. Da das Pixel 2 XL aber von LG desgint wurde, gibt es dieses Feature bei ihm nicht.

Google Pixel 2 und Google Pixel 2 XL: Lens

Google Lens steht Besitzern des Google Pixel 2 und Google Pixel 2 XL zur Verfügung. Sie erreichen die hilfreiche Funktion, indem Sie in der Fotogalerie auf das Google-Lens-Symbol (Quadrat mit einem Punkt in der Mitte und in der rechten unteren Ecke) drücken. Später soll es auch im Google Assistant verfügbar sein. Wie schon Google Goggles analysiert Google Lense das Bild und zeigt für das erkannte Objekt Zusatzinformationen, weitere Bilder und Links an. Das ist beispielsweise besonders an Orten nützlich, an denen Sie noch nie waren. Einfach ein Foto von einem Gebäude oder einer Statue machen und Lense spuckt Informationen dazu aus.

Google Lense erkennt Objekte auf Bildern und liefert dazu weitere Informatione. (Bildquelle: Smart Home AREA)

Google Lense erkennt Objekte auf Bildern und liefert dazu weitere Informatione. (Bildquelle: Smart Home AREA)

In einem anderen Fall sehen Sie beim Einkaufen vielleicht eine unbekannte Frucht und würden gerne wissen, um welche es sich handelt und was Sie damit kochen können. Google Lense funktioniert auch bei Autos, Ausstellungsstücken im Museum, Tieren, Visitenkarten, Büchern, Filmen sowie anderen Medien und noch viel mehr. Im Test funktionierte das Ganze ziemlich gut, wobei wir manchmal einfach ein Objekt von einem anderen Winkel aus fotografieren mussten, damit die Erkennung funktionierte. Da es sich hier wieder um eine Maschinenlernfunktion geht, wird Google Lense sicher im Laufe der Zeit immer besser. Wir finden Sie jetzt schon extrem praktisch.

Google Pixel 2 und Google Pixel 2 XL: Now Playing

Google Play Now hört mit und zeigt Titel und Interpret gerade im Raum hörbarer Musik (Bildquelle: Smart Home AREA)

Google Play Now hört mit und zeigt Titel und Interpret gerade im Raum hörbarer Musik (Bildquelle: Smart Home AREA)

Google Now Playing ist eine weitere Funktion und wird einigen vielleicht sehr bekannt vorkommen. Ähnlich wie SoundHound, Shazam, Track ID oder Sound Search für Google Play analysieren das Google Pixel 2 und das Google Pixel 2 XL mitgehörte Musik und zeigen Titel und Interpret auf dem Sperrbildschirm an. Laut Google geschieht das Lauschen aber nur alle paar Sekunden. Der große Unterschied zur Konkurrenz: Die Analyse der mitgehörten Musik geschieht nicht in der Cloud, sondern offline d. h. ohne Internetverbindung lokal auf dem Google Pixel 2 oder Google Pixel 2 XL. Weder Songtitel noch Gespräche leiten die beiden Smartphones an Google weiter. Damit diese Offline-Analyse funktioniert, laden die beiden Handys wöchentlich eine Aktualisierung der Datenbank für den Maschinenlernalgorithmus herunter.

Testweise vorgespielte Hits der vergangenen Jahre und aktuelles aus den Charts erkannten das Google Pixel 2 und Google Pixel 2 XL nach ein paar Sekunden tadellos. Spezielle EDM-, Minimal- oder Trance-Stücke, wie sie gerne von großen DJs in Clubs oder Festivals gespielt werden, wurden nicht erkannt. Google scheint sich hier mehr am Musikinteresse der ganz großen Mehrheit zu orientieren. Praktisch: Mit einem Druck auf den angezeigten Titel, erscheint der Google Assistant mit Zusatzinformationen und der Möglichkeit, ihn der eigenen Musiksammlung bei Musikdiensten wie Google Play Music oder Spotify hinzuzufügen. Die Verzahnung ist hier ziemlich gut gelungen.

Hinweis: Now Playing aktivieren und deaktivieren Sie über Einstellungen > Töne > Erweitert > Now Playing.

Gefällt Ihnen der Beitrag? Dann freuen wir uns über eine Bewertung.
[Durchschnittswertung: 5 (max. 5 Sterne) aus 15 Bewertungen]

Kommentarfunktion ist deaktiviert