Apple stoppt in seinen Shops den Verkauf von Google Nest. Den Grund dafür läßt Apple nicht durchblicken. Insider vermuten, daß Apple demnächst sein eigenes Smart-Home-System „HomeKit“ auf den Markt bringt und keine Produkte anderer Systeme im eigenen Haus duldet. Den Platz des Google Nest soll dann der zu Apples HomeKit-kompatible Thermostat Ecobee3 einnehmen.

Ähnliches passierte kurz vor Einführung der Apple Watch. In deren Vorverkaufszeitraum hatte Apple diverse Fitneßarmbänder anderer Hersteller aus dem Programm genommen.

Google Nest: Was ist das?

Nest wurde vom früheren iPod-Chef Tony Fadell und Matt Rogers gegründet. Ironischerweise kaufte 2014 Google die Firma Nest für 3,2 Milliarden US-Dollar. Nest konzentriert sich bisher auf die Entwicklung und den Bau von Smart-Home-Geräten wie der Überwachungskamera Nest Cam, dem intelligenten Rauchmelder Nest Protect sowie der lernfähigen und programmierbaren Heizungssteuerung Nest Thermostat – von vielen lediglich als Nest bezeichnet, weil es das erste Produkt war. Der schicke runde Thermostat regelt selbständig die Raumtemperatur abhängig von den Außentemperaturen und den Gewohnheiten der Bewohner. Er ersetzt den bereits vorhandenen mit der Heizung verdrahteten Thermostat und kommuniziert mit dem Internet via 2,4-GHZ-WLAN (b/g/n). Das scharf 24-Bit-Farbdisplay stellt Infos mit bis zu 320 x 320 Pixel dar und misst 1,75 Zoll im Durchmesser.

Google Nest: Regeln per Sprachkommando

Falls die Raumtemperatur gerade doch nicht Ihren Wünschen entspricht, müssen Sie zur Regelung nicht einmal aufstehen. Denn der Nest Thermostat reagiert auch auf Sprachkommandos. Sie müssen lediglich Google Now installiert haben (App für Google Android und Apple iOS), den Sprachmodus mit „Ok, Google“ aktivieren und dann die gewünschte Temperatur eingeben. Natürlich können Sie ihn auch auf dem Smartphone, Tablet, Notebook oder PC kontrollieren. Sehr praktisch ist auch die Time-To-Departure-Funktion. Sie berechnet die Zeit bis zu Ihrem Eintreffen in der Wohnung und heizt bzw. kühlt sie auf die von Ihnen gewohnte Raumtemperatur.

Die jüngste Evolution der Nest-Thermostate stellt die Kommunikation mit anderen Haushaltsgeräten sowie deren Kontrolle dar. Demnach kann ein Nest Thermostat bereits Kühlschränke von LG in den Energiesparmodus schicken, sobald Bewohner das Haus verlassen haben.

Den Nest Thermostat sowie alle weiteren Nest-Produkte gibt es derzeit nur im Google Play Store (rund 250 US-Dollar) zu kaufen – nicht aber für deutsche Kunden. Als Alternative sollten Sie sich die Heizungssteuerung der deutschen Firma Tado°  ansehen.

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